Pressemeldungen

02.04.2015, 20:09 Uhr

Schüler Union Deutschlands fordert sofortige Neugestaltung der "voruniversitären mathematischen Bildung"

Die Schüler Union Deutschlands fordert eine stärkere Berücksichtigung individueller Kompetenzen bei der Ausgestaltung der "voruniversitären mathematischen Bildung". Dabei soll in erster Linie eine Unterscheidung zwischen den Vorbereitungen zur höheren Mathematik und den voruniversitären Grundsteinen geschehen. 

Dass die Kenntnisse von Abiturienten in der Mathematik ein desolates Niveau erreicht haben, wurde lange Zeit vermutet. Nun wurde das Problem der mathematischen Unfähigkeit durch eine Studie des IPN beziffert. 2/3 aller Abiturienten verfehlen die geforderten Standards in Mathemathik. Betratet man sich die Zahl genauer, zeigt sich, dass sogar 1/3 der Abiturienten nicht über das Niveau von Klasse sieben oder acht hinauskommen; das übrige Drittel muss sich mit dem Niveau der Realschule zufrieden geben. 
Wir, die Schüler Union Deutschlands, fordern daher eine umgehende Neugestaltung der Anforderungsstandards in Mathematik. "Es ist keine Option zu hohe Anforderung zu stellen, da sich herausgestellt hat, dass ein Großteil der Gymnasiasten schon in Klassenstufe acht aufzugeben vemag",so Niklas Uhl, Bundesvorsitzender der Schüler Union Deutschlands. 
Wir fordern, dass die individuellen Stärken der Schülerinnen und Schüler wieder mehr in den Fokus rücken. Es muss künftig mindestens zwei unterschiedliche Anforderungsstandards geben. Ein Zweig soll während der Oberstufe die höhere Mathematik lehren, ein zweiter lediglich mathematische Grundsteine legen. Dabei ist es von großer Wichtigkeit, dass die mathematischen Grundsteine praxisnah gelehrt werden und eine gründliche Wiederholung der mathematischen Strukturen aus der Mittelstufe geschieht. 
Betrachtet man nun auch vorausgehende Studien, so wird klar, dass das Problem der mathematischen Unfähigkeit keine Eintagsfliege ist. Schon im Jahr 1999 wurde die Gruppe derer, welche die voruniversitäre mathematische Bildung gemeistert haben, auf lediglich 30 Prozent geschätzt. Dieses Ergebniss zeigt, dass in den letzen Jahren eine enormes Versäumnis auf seiten der KMK stattfand, dieses Problem konsequent zu betrachten, anzupacken und letztendlich zu lösen. 

aktualisiert von Niklas Uhl, 02.04.2015, 20:11 Uhr

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