Pressemeldungen

21.05.2015, 22:46 Uhr

Schüler Union für Inklusion und Sonderschulen

Schüler Union Deutschlands spricht sich für ein intelligentes Inklusionsmodell aus. Dabei darf eine generelle Schließung von Förderschulen jedoch keine Option darstellen.

Heinrich Töws, aboutpixel.de

Die Schüler Union Deutschlands spricht sich für die Inklusion an deutschen Schulen aus. "Inklusion ist richtig und wichtig. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Schüler mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen können. Dafür müssen jedoch zunächst sowohl pädagogische Grundlagen, als auch materielle Grundlagen geschaffen werden", erklärt der Bundesvorsitzende der Schüler Union.

Momentan fühlen sich viele Lehrer mit dem Inklusionsauftrag alleingelassen. Sie wissen nicht, wie sie gegenüber behinderten Schülern auftreten sollen bzw. wie diese nachhaltig zu motivieren sind. Darüber hinaus kann der ansteigende Leistungsdruck beeinträchtigte Schüler überfordern, was weitreichende negative Konsequenzen mit sich bringt. Deswegen sollen bis auf weiteres auch die Sonderschulen bestehen bleiben. In erster Linie hat das Wohl des benachteiligten Kindes im Fokus zu stehen. Dazu gehört auch die Möglichkeit weiterhin in einem geschützten und speziell beobachteten Umfeld lernen zu dürfen. "Wir wünschen uns das die Schulwahl des Kindes frei von ideologischen Gesichtspunkten geschieht", führt Niklas Uhl weiter aus. Auch ist heute noch  nicht jede Schule barrierefrei und mobilitätsgerecht. Schüler mit schweren Behinderungen und Handicaps sollen deshalb eine ihnen angemesse Schule besuchen können. „Es muss gemeinsam daran gearbeitet werden, dass Berührungsängste überwunden und Barrieren jeglicher Art abgebaut werden. Inklusion kann nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen“, meint Uhl weiter.

Zieht man den internationalen Vergleich, so fällt auf, dass besonders in den nordischen Ländern Inklusion kein Diskussionsthema mehr ist, da sie schon vor mehreren Jahrzehnten mit der aktiven Umsetzung begonnen haben. Aber auch Frankreich, England, die USA und Italien sind Deutschland voraus.  Durch Umbauten in den Schulen, welche für Barrierefreiheit sorgen, und durch die frühkindliche Gewöhnung an mobilitätseingeschränkte Mitmenschen konnte der Grundstein erfolgreich gelegt werden.
In Deutschland fehlt dies noch. Die Inklusion bezieht sich in vielen Ländern nicht nur auf den schulischen Bereich, sondern auch darüber hinaus. Somit verbringen die Schüler auch Freizeit mit ihren Freunden, die auf spezielle Förderung angewiesen sind. Geschaffen wurde dies durch die gemeinsame Angewöhnung und Integration von früh an. 

Die Schüler Union Deutschlands begrüßt deshalb jegliche Maßnahmen, die zu einer erfolgreichen Inklusion führen. Außerdem wird gefordert, mehr Lehrer entsprechend auszubilden und somit für eine Entlastung zu sorgen. In speziellen Seminaren soll die Möglichkeit geboten werden, auch kritische Fragen zu klären und auf den Alltag vorzubereiten.

„Deutschland muss mit den Europäischen Nachbarländern gleichziehen! Es ist eine Peinlichkeit, wie wir in diesem Thema so deutlich hinterhinken und kaum was geändert wird“, meint Uhl abschließend.

aktualisiert von Niklas Uhl, 21.05.2015, 22:50 Uhr

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